StartseiteBibergeschichte

Eine nicht alltägliche Geschichte

-


Teil 1 | Teil 2 | Teil3

Eine nicht alltägliche Geschichte

Vor nicht allzu langer Zeit lebte Biba mit ihrem Mann, dem starken Biber, ganz in der Nähe eines kleinen Flusses, der in die große Elbe mündete.

In der Urwüchsigkeit der Flusslandschaft fanden sie all das, was sie zum Leben brauchten. Hier gab es reichlich Futter. In Hülle und Fülle wuchsen Blumen, Pflanzen und Bäume.

Jeden Tag mühte sich das Biberpaar, eine Unterkunft aus abgenagten Ästen und Zweigen der Büsche und Bäume zu errichten. Sie schmückten den Bau mit Blumen und Pflanzen des Flussufers und hatten viel zu tun.
Ihr Bauwerk wurde immer größer und schöner, bis eine richtige Burg mit unterirdischen Eingängen und Höhlen entstand.

In das seichte kühle Nass des kleinen Flüsschens schleppten sie Baumstämme, um das Wasser an ihrer Biberburg anzustauen.
Und wenn das Biberpaar nicht Baumstämme nagte oder auf Nahrungssuche ging, spritzten und tollten die Beiden darin ausgelassen herum, bis sie sich müde in ihren Bau zurückzogen, um ein Schläfchen zu halten.

Kurzum Biba und ihr Mann waren glücklich und zufrieden.

So verging das Jahr.

Als der Winter mit Schnee und Eis einzog, versank das Land um sie herum im dichten Weiß der Flocken.

Auch der Biberbau wurde mit einer dicken Schneedecke überzogen. Biba kuschelte sich darin ganz dicht an ihren Mann, so dass sie die Kälte nicht all zu sehr spürten. Und bald darauf fielen die Beiden in einen langen tiefen Schlaf. Sie träumten von der wärmenden Sonne, dem Glitzern des Wassers am seichten Ufer des Flüsschens, an dem sie lebten. In ihren Träumen waren sie nicht allein. Sie lebten mit drei kleinen Biberkindern am Wasser und hatten unentwegt zu tun, die hungrigen Mäuler zu stopfen.

Als endlich eines Tages ein leiser wärmender Wind um die Biberburg säuselte, erwachten Biba und ihr Mann aus ihrem langen Winterschlaf. Sie traten vor ihre Wohnung.

Die Strahlen der Sonne kitzelten ihre Nasen. Frisches Grün regte seine zarten Spitzen dem blauen Himmel entgegen. Die Beiden begrüßten den Frühling und freuten sich, endlich wieder in dem kleinen Fluss schwimmen und fischen zu können.

Doch plötzlich überkam sie eine nicht bekannte Sehnsucht. Sie fühlten sich irgendwie einsam und allein. Deshalb beschlossen sie, eine Familie zu werden.

Der Sommer war da, als Biba am Morgen eines warmen Tages weit die Fenster ihrer Wohnung öffnete, um den Duft der Gräser und Blumen des Flussufers in die Biberburg herein zu lassen. Doch wer war da noch? Biba schaute nicht allein aus ihrem Unterschlupf. Hinter ihr drängten drei kleine Näschen neugierig nach draußen. Die Biber hatten Nachwuchs bekommen und waren nun Mama und Papa.

KontaktImpressum